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Energie sparen im Haushalt: 10 Tipps mit echtem Einsparpotenzial
Infografik: Energie sparen im Haushalt: 10 Tipps mit echtem Einsparpotenzial
Infografiken ca. 3 Min. Lesezeit

Energie sparen im Haushalt: 10 Tipps mit echtem Einsparpotenzial

Strom und Wärme effizient einzusetzen schont den Geldbeutel und die Umwelt. Diese 10 Tipps helfen beim Energiesparen im Alltag.

Der durchschnittliche deutsche Haushalt verbraucht 3.000–4.000 kWh Strom pro Jahr — bei einem Preis von 30–35 Cent pro kWh sind das 900–1.400 Euro. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich dieser Wert um 20–35% senken. Die meisten dieser Maßnahmen kosten nichts oder amortisieren sich in wenigen Monaten.

Infografik: 10 Tipps Energie sparen — Strom, LED, Standby, Effizienz, Haushalt

Beleuchtung und Geräte im Standby

1. Vollständig auf LED umsteigen

Eine alte 60W-Glühbirne verbraucht 60 Watt — eine gleichwertige LED nur 8–10 Watt. Bei 1.000 Brennstunden im Jahr spart eine LED-Birne rund 15 kWh = 4,50€ pro Birne. Klingt wenig, aber ein Haushalt mit 20 Leuchtmitteln spart damit 90€ pro Jahr allein durch den Wechsel zu LED. LEDs kosten heute 2–5€ pro Stück und halten 15.000–25.000 Stunden.

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2. Standby-Verbrauch eliminieren

Ein TV im Standby verbraucht 1–5 Watt, eine Set-Top-Box 8–10 Watt, eine Spielekonsole im Ruhemodus 1–3 Watt. Alle Geräte zusammen kommen schnell auf 50–100 Watt dauerhaft. Bei 8.760 Stunden im Jahr bedeutet das 438–876 kWh = 130–260€ — nur für Standby. Steckdosenleisten mit Schalter oder smarte Steckdosen (z.B. TP-Link Kasa, 12€) machen das Abschalten einfach.

  • Fernseher + Receiver: Gemeinsam über eine schaltbare Steckdosenleiste
  • Computer-Arbeitsplatz: Alles außer Router auf eine schaltbare Leiste
  • Ladegeräte: Aus der Steckdose ziehen wenn nicht genutzt — jedes zieht im Leerlauf 0,1–0,5W

Große Haushaltsgeräte richtig betreiben

3. Kühlschrank optimal eingestellt halten

Der Kühlschrank läuft 24/7 — deshalb hat die Effizienz hier besonders großen Einfluss. Die optimale Kühlschranktemperatur ist 7°C (nicht kälter — jedes Grad unter dem Optimum kostet 6% mehr Strom). Gefrierfach: -18°C. Außerdem: Kühlschrank nie in der Nähe von Herd oder Heizung aufstellen (erhöht den Verbrauch um 10–15%), und Türdichtung regelmäßig prüfen (Papiertest: Papier klemmt — Dichtung OK).

4. Waschmaschine bei niedrigen Temperaturen waschen

90% der Energie beim Waschen geht allein fürs Aufheizen des Wassers. Ein 60°C-Programm verbraucht dreimal so viel Strom wie 30°C. Moderne Waschmittel (Flüssigwaschmittel oder Vollwaschmittel mit Enzymen) reinigen bei 30–40°C genauso gut — nur stark verschmutzte Arbeitskleidung oder Bettwäsche bei Krankheit wirklich 60°C waschen. Jahresersparnis: 30–60€.

5. Geschirrspüler voll beladen und Öko-Programm nutzen

Ein Geschirrspüler verbraucht pro Spülgang 10–15 Liter Wasser und 0,9–1,5 kWh. Das Öko-Programm (60–90 Minuten länger, aber niedrigere Temperatur) verbraucht 40% weniger Energie als das Normalprogram. Nur volle Maschinen spülen — Halbladungen kosten fast genauso viel. Wer 5 mal pro Woche spült und auf Öko-Programm umstellt, spart 40–60€ pro Jahr.

6. Backofen smart nutzen

Vorheizen ist bei den meisten Gerichten unnötig — Ausnahme: Hefeteig und Blätterteig. 10 Minuten Vorheizen kostet ca. 0,10€ und bring bei einem Braten keinen Unterschied. Umluft statt Ober-/Unterhitze spart 25% Energie. Und: Die letzten 10–15 Minuten Backzeit mit ausgeschaltetem Ofen — die Restwärme reicht fast immer zum Fertigbacken.

Clevere Maßnahmen mit überraschendem Effekt

7. Gefrierschrank regelmäßig abtauen

Eine Eisschicht von nur 1 cm im Gefrierfach erhöht den Stromverbrauch um 10%. Bei 3 cm Eis (nach 1–2 Jahren ohne Abtauen) sind es 30% mehr Strom — das Gerät schuftet, um durch das Eis kalt zu halten. Einmal jährlich komplett abtauen: Gerät ausschalten, Eis auftauen lassen, trockenreiben, neu einschalten. Aufwand: 2–3 Stunden, Ersparnis: 30–60€ pro Jahr.

8. Kochen mit Deckel

Mit Deckel auf dem Topf kocht Wasser 4x schneller — der Energieverbrauch sinkt entsprechend. Beim Kochen ohne Deckel entweicht Dampf ins Nichts, die Energie geht verloren. Wer täglich kocht und konsequent mit Deckel kocht, spart im Jahr rund 20–30€. Zusatzbonus: Die Küche heizt sich weniger auf.

9. PC und Monitor richtig konfigurieren

Ein Gaming-PC verbraucht im Betrieb 200–400 Watt. Ein Office-Notebook: 20–45 Watt. Wo möglich, Notebook statt Desktop nutzen. Bildschirmschoner abschalten (erzeugt keine Energieersparnis), stattdessen Monitor nach 10 Minuten in Standby. Ein Monitor verbraucht im Betrieb 20–60 Watt — nach 8 Stunden Betrieb pro Tag macht das 58–175 kWh pro Jahr.

10. Stromanbieter wechseln

Der günstigste Stromanbieter kostet aktuell 25–28 Cent pro kWh, teure Grundversorger verlangen 35–42 Cent. Bei einem Verbrauch von 3.500 kWh pro Jahr ist das ein Unterschied von 245–490€. Wechsel dauert 15–30 Minuten auf einem Vergleichsportal und geht ohne Unterbrechung der Stromversorgung. Anbieterwechsel alle 1–2 Jahre prüfen, da Sonderkonditionen oft nur für Neukunden gelten.

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Fazit: LED-Umstieg (90€/Jahr), Standby-Eliminierung (130–260€), niedrigere Waschtemperatur (30–60€) und Stromanbieter wechseln (250–490€) — wer alle vier umsetzte, spart bereits 500–900€ pro Jahr. Der Rest ist Bonus.

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